Gästebuch

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martin hauff aus 89129 Langenau

Donnerstag, 04-03-10 00:21

Lieber anonymer Schreiber, danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, Ihr Anliegen noch einmal auf dieser Plattform zu formulieren.
Ich verstehe Ihr Anliegen und teile Ihre Einschätzung, dass Kirche Profil zeigen muss - für mich hat beispielsweise die evangelische Kirche in den letzten Tagen sehr klar Profil gezeigt, als die Ratsvorsitzende der EKD, Margot Käßmann, sich ohne Umschweife, klar und eindeutig, in der ihr eigenen Geradlinigkeit zu ihrem Fehler gestellt hat, ihre Schuld eingestanden hat ("Ich habe einen Fehler gemacht") - und zugleich öffentlich ihre tragende Gewissheit ausgesprochen hat: Du kannst nicht tiefer fallen, als nur in Gottes Hand! Da hat sie als Repräsentantin der evangelischen Kirche klar Profil gezeigt und sich zu ihrer christlichen Hoffnung bekannt - und viele sind durch dieses ihr Lebenszeugnis ins Nachdenken über den Umgang mit Fehlern, mit Sünde und Schuld gekommen.
Das andere ist: ich habe mit Frauen gesprochen, die auf der Faschingsfeier dabei waren. Es ging wirklich astrein fröhlich, witzig, geistreich zu, ohne dass es irgendwelche Eskapaden irgendwelcher Art gegeben hätte, viele haben sich einfach an der leichten, unbeschwerten Fröhlichkeit gefreut und Gemeinschaft erlebt. Und das darf meiner Meinung nach keineswegs verteufelt werden, auch wenn man in der Art mancher Verkleidungen von der eigenen Position und Prägung her für sich persönlich Schwierigkeiten hat.
Also mir ist wichtig, das eine nicht mit dem anderen zu vermengen - und ich kann Sie nur noch einmal herzlich einladen, doch auf mich zuzukommen, dann können wir "von Angesicht zu Angesicht" reden, wie es das Neue Testament gerade auch kontroversen Diskutanden nahe legt.
In diesem Sinne auf ein Wiedersehen grüßt Sie
Ihr Martin Hauff

 

Anonym Anonym

Mittwoch, 03-03-10 15:36

Lieber Herr Hauff! Es tut mir sehr Leid, wenn Sie die Zitate der beiden Theologen und die dazugehörige Bibelstelle aus der Offenbarung als "entgegenschleudern" verstanden haben. Vielleicht hätte ich das etwas klarer formulieren müssen. Auch mir liegt es ferne die Bibel zu missbrauchen. Im Gegenteil ist es mir ein Herzensanliegen, dass die Menschen an den Glauben zum lebendigen Gott kommen, dass sie die befreiende Erfahrung der Vergebung der Sünden durch Jesus erfahren. In der Bibel haben die Christen einen ganz klaren Auftrag dazu bekommen: "Gehet hinaus in alle Welt...". Allerdings betrübte mich das Faschingsangebot der Kirche, weil ich glaube, dass Gott und die Bibel in der Kirche dadurch ihre Eindeutigkeit verlieren. Wie sollen sich Jesus-fernstehende denn noch orientieren können, wenn es keinen Unterschied zwischen der Kirche und der Welt mehr gibt? Ich habe von einem Kindergarten gehört, die auch zu einem Verkleiden(es gab keine Teufel und andere derartige Gestalten) eingeladen haben, allerdings haben sie es dann damit verknüpft, eine biblische Geschichte zu erzählen und den Kindern Gott wichtig zu machen. So was in der Art hätte ich auch von der Kirche gut gefunden. Aber einen Fasching zu veranstalten, den auch jeder andere x-beliebige Verein hätte feiern können, das hätte ich von der Kirche nicht erwartet. Doch will ich mich nicht an der Faschingsfeier aufhängen, für mich war das einfach eine erneute Bestätigung, von dem , was ich schon lange beobachte und was mich zutiefst erschüttert und enttäuscht! Meine Sorge ist es, dass die Kirche sich immer mehr mit der "Welt" vermischt und dass es bald keinen Unterschied mehr gibt. Ich weiß, dass man keinen leichten Stand hat, wenn man als Christ gegen den Strom schwimmt, die weltweite Christenverfolgung ist eine Zeugin dafür. Aber ich bitte sie inständig, gehen sie da keine Kompromisse ein. Die Menschen sind mehr denn je auf der Suche nach Sinn und Erfüllung in ihrem Leben,sie brauchen klare Ansagen und Richtlinien, sie brauchen Jesus! Wir machen uns alle schuldig, wenn wir ihr Jesus vorenthalten und uns aber überschlagen der Welt zu gefallen.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Kollegen von ganzem Herzen viel Kraft und den Mut auch mal unbequemes zu sagen, auf Missstände und faule Kompromisse aufmerksam zu machen und besonders Gottes Segen und Kraft für die klare, eindeutige Verkündigung vom Wort Gottes!

 

Hans-Martin Braunwarth

Samstag, 27-02-10 10:23

Liebe "Beobachterin aus der Ferne",

es freut uns sehr, dass Sie sich am Orgelneubau in unserer Martinskirche interessiert zeigen.
Wie Sie es bereits angemerkt haben, war diese erste Orgelfahrt wirklich eine spannende Sache: Fünf Instrumente, alle erbaut im Zeitraum der letzten zehn Jahre, aber jedes einzelne ein Unikat mit ganz unterschiedlichen Stilrichtungen und Eigenschaften.

Und - man muss fast schon sagen: glücklicherweise - müssen wir uns nicht um die künstlerische Außengestaltung der neuen Orgel kümmern. Der Orgelprospekt von Georg Friedrich Schmahl besteht seit 1753 als nicht mehr wegzudenkendes Kunstwerk in der Kirche. Wir dürfen, wollen und müssen unser neues Instrument mit diesem prachtvollen Exemplar barocker ulmischer Orgel-Gestaltung schmücken.
Allerdings - Sie haben die Fotomontage auf der Homepage sicherlich schon gesehen - ist gewissermaßen an ein "Face-Lifting" des Gehäuses gedacht: Die Zubauten aus den 60er Jahren werden verschwinden, außerdem wird der Einbau eines Teilwerkes der Orgel in die
Emporenbrüstung in Erwägung gezogen.

Herzlichen Dank nochmals für Ihr Interesse und Ihre Gedanken!

Hans-Martin Braunwarth

 

martin hauff aus 89129 Langenau

Freitag, 26-02-10 00:36

Ich glaube nicht, dass es angemessen oder gar hilfreich ist, aus der Anonymität heraus auf meine Antwort auf den anonymen Beitrag mir ein Zitat aus der Offenbarung entgegenzuschleudern - dazu ist mir das biblische Buch der Offenbarung zu wertvoll und zu wichtig. Wer irgendwelche Abschnitte aus diesem großartigen Buch der Hoffnung und des Trostes herauszureißt und zur Bestätigung der eigenen Meinung gebraucht - oder missbraucht, tut diesem wichtigen biblischen Buch Gewalt an.
Noch einmal: Seien Sie doch so frei und kommen auf mich zu!
Mit freundlichen Grüßen
Martin Hauff

 

Johannes -Offenbarung 17,1-6

Donnerstag, 25-02-10 23:11

(dort nachzulesen)