22. April - Gemeinsames Konzert zugunsten der Orgel
„Alle Beteiligten freuen sich sehr auf dieses Konzert, das es in dieser musikalischen Bandbreite bisher in Langenau nicht gegeben hat“, sagte Karl-Heinz Henner vom Liederkranz Langenau, von dem die Idee zum Konzert stammte und der die Organisation übernommen hatte.
So gaben am frühen Sonntagabend drei singende und zwei musizierende Langenauer Vereinigungen ein Benefizkonzert für die neue Orgel in der Martinskirche: Männergesangverein Langenau (Ltg.: Regine Wachsmann), Jugendchor des Liederkranzes Langenau (Ltg.: Andreas Schulz), Gemischter Chor des Liederkranzes Langenau (Ltg.: Thomas Bodenmüller), Akkordeon-Orchester Langenau (Ltg. Gudrun Gaal) und Bläserkreis des Posaunenchors Langenau (Ltg.: Hans-Jörg Häge) sowie Heinz Estler am Flügel wirkten zusammen.
Piano Blomeier hatte kostenlos den Flügel zur Verfügung gestellt, und die Druckerei Honold hatte die ansprechenden Plakate gestaltet.
Es war ein eindrücklicher Querschnitt durch verschiedenste Musikstile und –epochen, mit sichtlicher Freude und großem Engagement der mitwirkenden Sängerinnen und Sänger und Instrumentalistinnen und Instrumentalisten.
Zum Lied „Himmel, Erde, Luft und Meer zeugen von des Schöpfers Ehr…“ versammelten sich alle Mitwirkenden zu einem stimmgewaltigen Schlusschor, der mit einem kräftigen Applaus der zahlreichen Besucher quittiert wurde
Einen herzlichen Dank allen Mitwirkenden, aber auch an alle Konzertbesucher, die 1.867,26 € in die Spendenkörbchen für die neue Orgel eingelegt haben.
6. April - Chor- und Orchesterprojekt
Es war ein tief eindrückliches Erlebnis, als am Karfreitagabend um 19.00 Uhr die „Johannespassion" von Johann Sebastian Bach in der Martinskirche vom Chorraum aus das ganze vollbesetzte Kirchenschiff erfüllte.
Wir danken der Verbandsmusikschule, freundlich unterstützt von der OEW, und ihrem Leiter Jörg Sziel – er und die Kantoren Conrad Schütze und Ulrike Blessing haben das große Werk mit 80 Sängerinnen und Sängern und dem Projektorchester auf den Weg und zur Aufführung gebracht. Dass die Aufführung so gut gelingen konnte, ist der nicht nachlassenden Begeisterung der Dirigenten und Einzelstimm-Probenden, der Sänger und Instrumentalisten zu verdanken, die sich auf eine monatelange Probenarbeit eingelassen hatten.
Herzlich danken wir der Firma Gerüstbau Gröner für die Bereitstellung des Gerüsts für den großen Chor, der Buchhandlung Mahr für den Vorverkauf und der Sparkasse Ulm (Filialdirektion Langenau) für die Gewährung eines finanziellen Zuschusses. Ein Organisations-Team, ein Gerüstbau-Team (samt Beleuchtungsspezialisten) und ein Deko-Team sowie der Ordnungsdienst haben mit riesigem Einsatz einen reibungslosen Ablauf des Projekts ermöglicht und am Karsamstag-Morgen alles wieder abgebaut und aufgeräumt. Deshalb: DANKE an alle Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen!
(siehe auch Bericht vom Karfreitag, 6. April 2012 bzw. zu den Vorbereitungen 2.-4. April)
30. März - Letzte Teile der alten Orgel verlassen Langenau
Nach dem Abbruch der Orgel im Januar, und dem Verkauf der nicht mehr gebrauchten Pfeifen wurden die zwischengelagerten Teile von der Orgelbaufirma Lenter abgeholt. Dabei unterstützten fünf freiwillige Helfer und eine Helferin die Mitarbeiter der Orgelfirma beim Einladen.
Zuerst wurden die historischen Orgelteile von der Empore der Martinskirche geholt. Diese werden von einer Restaurateurin fachgerecht überarbeitet und dann in der Werkstatt in Sachsenheim für die Fertigstellung der Orgel wieder zusammengebaut.
Nach dem Einladen der Gehäuseteile ging es weiter zum Stadel des Steigerhauses, aus dem die über 100 Jahre alten Holzpfeifen und Windladen gebracht und ebenfalls im Lastwagen verstaut wurden, um zur weiteren Bearbeitung nach Sachsenheim zu gelangen. Es handelt sich hier um die großen Holzpfeifen der Register Principal Baß 16‘, Subbaß 16‘, Borduen 16` und Quinte 10 2/3‘. Dabei hat die größte Pfeife eine Länge von ca. 5 Metern.
Der Dank unserer Kirchengemeinde geht an das Ehepaar Zwicker, welches Ihren Stadel als Zwischenlager zur Verfügung gestellt hat. Der Hausherr ließ es sich dann auch nicht nehmen die letzte Orgelpfeife aus seinem Stadel zu tragen.
2.-4. Februar - Orgelpositiv instand gesetzt
Im Zuge des Abbaus der alten Orgel wurde auch das Orgelpositiv nach Sachsenheim zur Firma Lenter gebracht. Dort wurde das Instrument begutachtet und Maßnahmen zur Überholung und Instandsetzung vorgeschlagen. Ein Teil davon wurde gleich in der Orgelbaufirma umgesetzt.
Am späten Abend des 2. Februar brachten Rainer und Christiane Schulz das Orgelpositiv auf ihrem Anhänger zurück in unsere Martinskirche. Orgelbaumeister Lenter war dann die beiden folgenden Tage vor Ort, um das Positiv zu intonieren. Sein Fazit: Nun ist wieder ein ganz respektables Instrument daraus geworden, mit dem die orgellose Zeit gut überbrückt werden kann.
Dank an Förderkreis Kunst und Kultur
Die Kirchengemeinde bedankt sich beim Förderkreis Kunst und Kultur für die großzügige Unterstützung des Orgelprojekts in der Martinskirche. Es bestand über viele Jahre hinweg eine sehr gute Zusammenarbeit in der Gestaltung von gemeinsamen Konzerten und Ausstellungen in unseren Kirchen und Häusern.
Ein besonderer Dank gilt auch den ehemaligen Vorständen Siegfried Gürntke und Edwin Lässle für alles gute Miteinander.
Auch die neue Orgel wird ihren Beitrag zum kulturellen Leben in unserer Stadt leisten und somit das Anliegen des ehemaligen Förderkreises Kunst und Kultur in die Zukunft weitertragen.
Samstag, 14. Januar - Pfeifenverkauf
Erfreulich groß war das Interesse, als bekannt wurde, dass Pfeifen aus der alten Orgel der Martinskirche verkauft werden.
Von den ganz großen Pfeifen, die früher sichtbar im Prospekt standen, bis hin zu den winzig kleinen Pfeifen aus Metall, aber auch verschiedene Größen aus Holz, gab es eine große Vielfalt, die jeder Liebhaber an diesem Tag erwerben konnte.
Überraschend schnell leerten sich die Reihen der Pfeifen und so mancher Käufer erschien auch ein zweites Mal, weil er zu Hause gemerkt hat, dass es so eine Gelegenheit, originale Orgelpfeifen zu kaufen, nicht allzu oft gibt.
Ob zum Eigenbedarf als Andenken oder als Geschenk für Kinder, Enkel oder Freunde - es gab viele Gründe, die die Käufer bewegten, eines oder mehrere Stücke mitzunehmen.
Der Erlös dieser Aktion kommt wiederum in vollem Umfang der Finanzierung der neuen Orgel zugute.
Mittwoch, 11. Januar - Verkauf alter Pfeifen
Ein Teil der Pfeifen, die aus der alten Orgel Martinskirche ausgebaut wurden, konnte registerweise an eine Orgelbau-Firma verkauft werden, die sich mit Wiederverwendung von Orgeln und Orgelteilen beschäftigt. Ebenso der alte Spieltisch hat einen Abnehmer gefunden.
Es dauerte einige Stunden, bis alles sorgfältig verpackt und verladen war.
Ein weiterer Teil der alten Pfeifen wird am Samstag, 14. Januar, von 9 bis 14 Uhr in der Martinskirche zum Verkauf angeboten.
Es gibt Orgelpfeifen aus Metall und Holz in den verschiedensten Formen und Größen - ein ideales Andenken an die alte Orgel.
Der Erlös dieser Aktion kommt ebenfalls der neuen Orgel zugute.
Montag, 2. Januar - Abbau der Orgel in der Martinskirche
Am frühen Morgen des 2. Januar trafen sich rund 30 Helfer, die tatkräftig mit dem Abbau der alten Bornefeld-Orgel begannen.
Schnell konnten die seitlichen Gehäuseteile von 1965/66 entfernt werden, sodass man den Pfeifenausbau leichter bewerkstelligen konnte. Parallel dazu baute ein Team die Pospektpfeifen aus und die obersten historischen Gehäuseteile von 1751/53 ab, welche in der neuen Orgel wieder verwendet werden. Ein weiteres Team beschäftigte sich wiederum zeitgleich mit den technischen Bestandteilen wie Balganlage, Motor und Registersteuerungen im Inneren der Orgel und entfernte diese. Schon vor dem vormittäglichen Vesper war das Instrument weitestgehend entkernt und die meisten Pfeifen ausgebaut, bis zur Mittagspause standen nur noch die Windladen als Kernstücke der alten Orgel und die großen Pedalpfeifen an der Rückwand.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindehaus wurden die Windladen mit einer Motorsäge in der Kirche aufgetrennt und in die bereitgestellten Container abtransportiert. Die rund fünf Meter langen Basspfeifen wurden vorsichtig über die Emporenbrüstung gehievt und im Stadel des Steigerhauses eingelagert. Sie finden wieder Verwendung im neuen Orgelwerk. Nach dem Entfernen der hölzernen Abtreppung auf der Orgelempore wurde mit einigen Mühen der sehr schwere Spieltisch hochkant (!) über die Treppen nach unten ins Kirchenschiff transportiert.
Nach dem Entfernen der Dämmplatten an der Westwand floss das abendliche Licht durch die wieder geöffneten Fenster in den Kirchenraum auf die nun leere Orgelempore.









































