OKTOBER 2011

31. Oktober - Mit zwei Bussen zur churchnight

Die Jugendlichen des Langenauer Konfirmanden-Jahrgangs waren zusammen mit denen der umliegenden Gemeinden in der Pauluskirche in Ulm, um dort die churchnight mitzuerleben.
Insgesamt waren rund 120 Jugendliche aus dem Raum Langenau dabei. Die gemeinsame nächtliche Busfahrt war ein Erlebnis, v.a. aber der Gottesdienst mit der Gospel-Gruppe der Sängerin Isabelle Siyou.

30. Oktober - Tauferinnerungs-Gottesdienst mit Martin Luther

Die 52 Familien, deren Kinder 2008 in unserer Gemeinde getauft worden waren, waren besonders in die Leonhardskirche eingeladen, um einen fröhlichen Tauf-Erinnerungs-Gottesdienst zu feiern.
Drei Mädchen des aktuellen Konfirmanden-Jahrgangs wurden von Pfarrerin Herminghaus und Pfarrer Krimmer getauft.
Inhaltlich stand der Thesenanschlag von Martin Luther im Mittelpunkt. Das Besondere war, dass auf eine alte Tür (aus dem Dachgeschoss des Helferhauses) "gute Worte" mit Hammer und Nagel angeschlagen wurden, z.B. "Wir vertrauen darauf, dass Gott uns liebt. Er selber ist die Liebe in Person."
Alle Kinder entzündeten ihre Taufkerze, um sich (wie damals auch Martin Luther) zu vergegenwärtigen: "Ich bin getauft - Gott meint es gut mit mir." Eine Mütter-Musikgruppe und Cornelia Mutschler-Hauff an der Orgel gestalteten dazu einen festlich-musikalischen Rahmen.

29. Oktober - Baum des Jahres 2011

Die Landeskirche verschenkt 500 Elsbeer-Setzlinge an 500 Brautpaare.
Das Paar, das sich in der Leonhardskirche das Ja-Wort gab, bekam von Pfr. Krimmer dieses lebendige Symbol für Nachhaltigkeit und Artenschutz überreicht.
Im März 2010 wurden bei der landeskirchlichen Vorgänger-Aktion schon zwei Elsbeeren in Langenau gepflanzt: eine im Gemeindegarten und eine im Pfarrhaus-Garten am Höhenblick.

28. Oktober - Familienkonzert im Gemeindehaus

Mike Müllerbauer und seine Band spielten vor 300 begeisterten (v.a. jungen) Zuhörern im großen Saal des Gemeindehauses. Dabei wurde die gute Nachricht unseres Glaubens allen klar: Gott meint es gut mit uns! Das Konzert wurde zusammen mit der landeskirchlich-süddeutschen Gemeinschaft vorbereitet - und mitgestaltet von Kinderchören aus Asselfingen und Langenau.

24. Oktober - Trauergruppe geht zu Ende

Seit Januar traf sich die feste Gruppe regelmäßig im Helferhaus unter Leitung von Pfr. Krimmer, um gemeinsam Wege aus der Trauer zu suchen und zu finden. Anteil nehmen an der Trauer anderer und anderen Anteil geben an der eigenen Trauer und den Wegen aus ihr heraus - das gab Trost und Mut, den Weg ohne das geliebte Gegenüber allein weiterzugehen. Wichtig war u.a. ein Besuch am Grab der Verstorbenen auf dem Friedhof. Jedes Treffen begann mit einem kleinen "liturgischen Auftakt" mit Lied und Gebet in der Leonhardskirche. Nun endete die Gruppe nach der letzten Gesprächsrunde mit einem gemeinsamen Abendessen.
Das biblische Leitwort in der gemeinsamen Zeit war: "Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden."
Für nächstes Jahr ist eine neue Gruppe geplant.

21. Oktober - Grundschulkinder in der Martinskirche

Die Kinder der Klasse 2a der Ludwig-Uhland-Grundschule waren mit ihrer Religions-Lehrerin in die Martinskirche gekommen, um sich von Pfr. Krimmer zeigen zu lassen, welche Gegenstände zu einer Kirche gehören:
besonders beeindruckt waren die 20 Kinder von der Kanzel (die sie besteigen durften) und von der Größe der Orgel.

18. Oktober - Island und Zwiebelkuchen

Seit Jahren ist es gute Tradition, dass es im Oktober-Seniorentreff ofenfrischen Zwiebelkuchen und neuen Wein gibt.
Als Gast war Frau Breitinger aus Wettingen gekommen und berichtete zusammen mit der Tochter Janina mit beeindruckenden Fotos von Island: Es ging um Vulkane, Wasserfälle und heiße Quellen - und die Kultur des Landes wurde lebendig.

16. Oktober - Seniorennachmittag

Der große Seniorennachmittag im Gemeindehaus war dank der hervorragenden Organisation durch den Festausschuss und dank zahlreicher helfender Hände rundum gelungen.
Den offiziellen Beginn setzte der Kirchenchor. Pfarrer Wolfgang Krimmer begrüßte dann die große Runde und ging in seiner Andacht von einem „Hühnergott“ aus, einem eigenwillig geformten Stein mit Loch – Sinnbild der Einzigartigkeit unseres Menschenlebens mit all seinen Kanten und Durchbrüchen.
Schon während des Kaffeetrinkens an den festlich dekorierten Tischen mit reichhaltigem Kuchenangebot (dank zahlreicher Kuchenspenden!) sorgte Clownin Frieda Fröschli für heiter-gelöste Stimmung.
Pfarrerin Rebekka Herminghaus moderierte die Beiträge des Nachmittags:
Bürgermeister Wolfgang Mangold, der über aktuelle Entwicklungen in der Stadt berichtete, das Trio Safran mit Musik aus aller Welt, den Posaunenchor unter Leitung von Hans-Jörg Häge sowie die Ehrung unserer Ältesten, von denen auch dieses Jahr die 94jährige Maria Eckhardt als älteste Anwesende den bunten Blumenstrauß überreicht bekam.
Pfarrer Martin Hauff gab ein Wort auf den Weg mit und sprach den Dank an alle aus, die durch ihre Mithilfe und durch ihre Programmpunkte einen Nachmittag gestaltet haben, für den sich unsere Senioren beim Verabschieden herzlich bedankten.

12. Oktober - Start neue Jungschargruppen

In diieser Woche trafen sich erstmals die beiden neuen Jungschargruppen. Sehr anerkenneswert ist, dass jeweils zwei Jugendmitarbeiterinnen diese schöne und verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen.

12. Oktober - Tischkicker, Tischtennis, Dart und mehr

Die Jugendlichen des aktuelle Konfirmanden-Jahrgangs waren erstmals eingeladen, sich nach dem Konfirmandenunterricht im Großen Jugendraum des Gemeindehauses zu treffen. Dieser war vor wenigen Wochen von der Jugendgruppe, die sich immer donnerstags trifft, nach ihren Vorstellungen umgestaltet worden.
Tischkicker, Tischtennis, Dart, eine Sitzecke mit Sofa und Sesseln, Getränke und Süßigkeiten luden zu Spiel und zum Verweilen ein.

10. Oktober - Sylt-Impressionen im Helferhaus

Zur 27. Ausstellung in unserer Helferhaus-Galerie stellen drei Künstler der "Norddeutschen Realisten" aus: Lars Möller, Ulf Petermann, Till Warwas. Zur Eröffnung spielte Conrad Schütze aus dem "Wohltemperierten Klavier" von J.S. Bach, Pfarrer Krimmer begrüßte die beiden anwesenden Künstler Möller und Petermann sowie die rund 40 Gäste, bevor Frau Jabri von der vh Ulm eine Einführung in die Werke gab. Seit nunmehr 10 Jahren gibt es die Helferhaus-Galerie. (weitere Infos: Treffpunkte - Helferhaus - Galerie)

9. Oktober - „In den Schwächen mächtig. Männer zwischen Macht und Ohnmacht!“

... war das Thema des diesjährigen Männersonntags,
das von den Erfahrungen des Apostels Paulus ausging, wie er sie im 2. Korintherbrief erkennen lässt.
Durch die blendende Selbstinszenierung der nach seinem Weggang in Korinth agierenden Missionare und Apostel zur Selbstdarstellung herausgefordert, sagt Paulus provozierend: „Am liebsten rühme ich mich meiner Schwachheiten.“ Paulus macht deutlich, dass zum Menschsein neben Stärken auch Schwachheiten gehören, in seinem Fall eine chronische Krankheit und zahlreiche Grenzsituationen auf seinen Missionsreisen. Ihm aber hat der auferstandene Jesus Christus die Zusage gegeben: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig (wörtlich: Meine Gnade genügt dir; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit)“. Der Männerkreis der Kirchengemeinde hatte sich in mehreren Sitzungen intensiv mit dem Spannungsfeld von Macht und Ohnmacht, Schwachheit und Stärke bei Paulus und bei uns heute beschäftigt und den Gottesdienst für den Männersonntag vorbereitet.
Im Gottesdienst regte ein Impulstext „Wehe dem, der Müdigkeit und Schwäche zeigt“ zum Nachdenken an. Das Rollenspiel „Was ich Paulus gern gefragt hätte“ ließ Konturen der starken Persönlichkeit des Paulus hervortreten, schilderte aber auch seine Erfahrungen von Schwachheiten.
In seiner Predigt ging Pfarrer Dr. Martin Hauff der Frage nach, weswegen Paulus sich in so provozierender Weise seiner Schwachheiten rühmt: Schwachheit ist der Ort, an dem wir erfahren, aus welcher Kraft wir eigentlich leben – aus Gottes Gnade.
Kantor Conrad Schütze an der Orgel und der Männergesangverein Langenau 1868 e.V. unter Leitung von Regine Wachsmann gaben dem Gottesdienst eine festliche musikalische Note.
Anschließend luden die Männer noch zum Frühschoppen  und zum offenen Gespräch ins Gemeindehaus ein, wo der Festgottesdienst noch bei angeregten Gesprächen nachklang.

Aus dem Kirchengemeinderat

Der Kirchengemeinderat hat in seiner Sitzung am 5.10.2011 u. a. folgendes beraten und beschlossen:

  1. Der KGR macht sich Gedanken um die Gestaltung der „Winterkirche“ im Gemeindehaus. Wegen des Orgelabbaus in der Martinskirche wird der Gottesdienst vom 15. 1. bis zum 3. 3.2012 in den Großen Saal des Gemeindehauses verlegt werden. Neben Sicherheitsaspekten bei der Bestuhlung werden u. a. Raumgestaltung, Standort des Altars, Liedanschlag, Gesangbuchablage und der Zugang für Gehbehinderte thematisiert.
  2. Der KGR unterstützt das neue Raumkonzept im Gemeindehaus. Insbesondere benötigt die Jugendarbeit eigene Räume. Der Große Jugendraum im Gemeindehaus – bisher multifunktional genutzt – ist daher ab sofort den Jugendgruppen und den Jungscharen vorbehalten. Die erforderliche Neugestaltung hat begonnen und wird nach Ideen der Jugendlichen und Mitarbeiter fortgesetzt.
  3. Pfrin. Herminghaus berichtet über die derzeitige Situation im Förderverein der Diakoniestation. Nach zehn Jahren treuen Dienstes hat das Ehepaar Wagner altershalber seine Mitarbeit als Kassierer beendet. Der Förderverein sucht nun geeignete Nachfolger für das Kassieren der Beiträge und wird gleichzeitig verstärkt für die Umstellung der Beitragszahlung auf das Lastschriftverfahren werben. Entsprechende Ideen dazu werden diskutiert. Der Förderverein hat derzeit 730 Mitglieder.

ERNTEDANK 2011

30. September - Die Kinder bringen Erntedank-Körbchen

Kinder und Erzieherinnen (und einige Mütter) der Reutte-Kindertagesstätte waren gekommen, um ihre Erntedank-Gaben zu bringen. Fröhliche Lieder und leuchtende Kinderaugen füllten die Leonhardskirche. Pfarrer Krimmer spielte auf der Gitarre "Laudato Si" und ein gemeinsames Vaterunser beendete die kleine Feier.

1. Oktober - Den Weg vom Korn zum Brot mitgegangen

Am Samstag vor Erntedank 2010 wurde auf dem Feld von Bioland-Landwirt Georg Weith bei der Stipflinde in Göttingen von über 120 (Kindergarten-)Kindern und Erwachsenen Winterweizen gesät. Und genau ein Jahr später, am Samstag vor Erntedank 2011 wurde in der Backstube von Bäckermeister Hans-Georg Buck aus dieser Ernte gemeinsam mit über 20 Kindern (und Eltern) Brot gebacken:
Bioland-Weizen-Vollkorn-Brot. Saat und Ernte, Staunen über das Wachsen und Reifen, Reinigen, Mahlen und Backen - alle Schritte konnten die Kinder so miterleben - und am schönsten war, selbst fürs tägliche Brot mitzuschaffen.
Stolz trugen die Kinder "ihren" warmen frischgebackenen Laib nach Hause. Und für die Erwachsenen war diese Aktion "Zukunft säen" zudem Mahnung: Wir säen, was wir künftig essen wollen: Bio und gentechnik-frei.
Das Vollkorn-Brot aus diesen Körnern wird nach unseren Erntedank-Gottesdiensten in der Leonhardskirche und in der Martinskirche verkauft. Der Erlös ist für die neue Orgel der Martinskirche bestimmt.

2. Oktober - Erntedankfest

Mit dem schon traditionellen Turmblasen um 9 Uhr vom Turm der Martinskirche eröffneten die Bläser unseres Posaunenchors diesen festlichen Sonntag.

Im Fest-Gottesdienst in der Martinskirche (die auch in diesem Jahr - wie auch die Leonhardskirche - von den Landfrauen festlich geschmückt worden war) wirkten mit: der Posaunenchor Langenau, der Bäckerchor Ulm und die Landfrauen. Pfarrer Krimmer unterstrich in seiner Predigt über einen großen Text aus dem Propheten Jesaja, dass Erntedank neben dem Dank für Gottes gute Gaben auch eine Verpflichtung darstelle, ausgehend vom Wort der Künstlerin Käthe Kollwitz: "Eine Gabe ist eine Aufgabe" - nämlich die Verpflichtung, durch regionales und saisonales Einkaufsverhalten unsere bäuerliche Landwirtschaft zu unterstützen und den Blick und das Herz zu öffnen für fremde Not.

Der Familiengottesdienst um 10.00 Uhr in der Leonhardskirche wurde von den Kinderkirchen gestaltet zum Thema: „Erntedank unter Gottes buntem Regenbogen.“ Zum Lied „Es ist noch Platz in der Arche“ stellten die Kinderkirchkinder den Zug der Tiere in die rettende Arche dar, der von Noah angeführt wird. Pfarrer Hauff erzählte die biblische Geschichte ein Stück weiter: das erste, was Noah nach der Rettung aus der Flut tut, ist Gott einen Dankaltar zu bauen. Und er hört Gottes Versprechen, die Erde nicht der Vernichtung anheim zu geben, und sieht als Zeichen dafür den Regenbogen. Von Noah, so Pfarrer Hauff, seien Dank, Verantwortung und Hoffnung für die Schöpfung zu lernen.

Nach den Gottesdiensten in der Leonhardskirche und in der Martinskirche wurde das am Vortag mit Kindern gebackene "Zukunft säen"-Brot zugunsten der neuen Orgel der Martinskirche verkauft: fast 200 Pfund-Laibe Bio-Weizen-Vollkorn-Brot.

Wir danken den Vielen, die durch die Erntegaben dazu beigetragen haben, dass wir auch in diesem Jahr festlich geschmückte Kirchen öffnen konnten - bis 17 Uhr waren Hunderte unterwegs, um den Reichtum aus Gärten und Feldern zu bestaunen und zu bewundern.

Um 19.30 Uhr fand in der Martinskirche die „Kirchenmusik zum Erntedankfest“ statt. Der Posaunenchor unter Leitung von Hans-Jörg Häge und die Kirchenchöre Langenau und Holzkirch unter Leitung von Conrad Schütze, begleitet von Andreas Schulz an der Orgel, brachten Lieder und Weisen zu Gehör, die den Dank und das Gotteslob für die Schöpfung erklingen ließen. Pfarrer Hauff erinnerte mit der alttestamentlichen Lesung an Gottes Ja zu seiner Schöpfung und mit einem Text des früheren EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber an eine von Demut und Verantwortungsbereitschaft geprägte Haltung des Menschen gegenüber Gottes Schöpfung. Mit dem Gesangsvortrag des Kirchenchors „Ich liege, Herr, in deiner Hut“ wurde ein ruhiger, aber wirkungsvoller Schlusspunkt dieser kirchenmusikalischen Stunde gesetzt.