30. September - Erntedankfest

...  in Langenau

Leonhardskirche

Zufrieden waren die Landfrauen, als sie zusammen mit der Mesnerin, Frau Elsasser, mit reichen Erntegaben Altar und Chorraum der Leonhardskirche geschmückt hatten. Schon morgens hatten die Kinder vom Reutte- und vom Klinkentor-Kindergarten mit ihren Erzieherinnen ihre Erntegaben in die Leonhardskirche gebracht.

Beim Familiengottesdienst am Sonntag durften alle Kinder mitmachen: Unter Anleitung der Kinderkirchmitarbeitenden Petra Bauer, Lena Buhl und Ludwig Ganzenmüller spielten sie die Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste. Nur weil Gott rechtzeitig eingriff, ist das Volk nicht verdurstet. Wasser – wie so vieles: kostbare Gabe Gottes für unser Leben!

Martinskirche

Kinder der Freisteg-Kindertagesstätte brachten bereits am Freitagmorgen als erste ihre Erntedank-Körbchen in die Martinskirche, denen im Lauf des Tages noch zahlreiche weitere Erntegaben folgten. Die Landfrauen Langenau gestalteten daraus ein wunderschönes Erntedank-Arrangement im Chor und am Mittelaltar der Martinskirche.
Den Erntedank-Sonntag eröffneten kurz vor neun die Bläser des Posaunenchors mit einem Choralblasen vom Martinskirchturm. Zum Festgottesdienst zogen die Landfrauen in Tracht zusammen mit Pfarrer Martin Hauff ein; der Posaunenchor unter Leitung von Hans-Jörg Häge samt Jungbläsern der Gruppe „Heiligs’s Blechle“ und der Kirchenchor unter Leitung von Conrad Schütze boten strahlende Erntedank-Musik und Lieder dar, komplettiert mit virtuosem Orgelspiel. Die Landfrauen und der landwirtschaftliche Ortsverein beteiligten sich an der Fest-Liturgie. Pfarrer Hauff erinnerte in seiner Predigt zum vorgegebenen Text aus dem 1. Timotheus-Brief, dass in diesem Jahr das Volksfest auf dem Cannstatter Wasen sein 200jähriges Jubiläum begehe, verbunden mit dem 100. Landwirtschaftlichen Hauptfest - ein Fest, das seine Ursprünge in der tief empfundenen Dankbarkeit nach den Hungerjahren 1816/17 habe. Zur Dankbarkeit leite auch der Predigttext an, der insbesondere einen kritischen Blick auf das Wegwerfen von Gottes Schöpfungsgaben lege und zu neuer Freude am Tischgebet, an der „Danksagung“ ermuntere.
Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst wurden vor der Kulisse des Erntedankaltars sieben Kinder getauft; den ganzen Sonntagnachmittag über kamen Besucherinnen und Besucher, um den Erntedankaltar zu betrachten. Am Montagmorgen besuchten mehrere Kindertagesstätten die geschmückte Kirche, ehe Mitarbeiter der Bruderhausdiakonie und des Oberlin-Hauses Ulm die Erntegaben abholten, damit nichts verderbe.